Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg

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Feindschaft – Partnerschaft – Freundschaft: Duisburgs Kontakte in alle Welt
20.03.2022 - 08.01.2023

Ausstellung

Beschreibung

Feindschaft, Partnerschaft und Freundschaft: Unter diesen drei Begriffen kann die Geschichte von Duisburgs Kontakten in aller Welt zusammengefasst werden.

Feind-schaft!
Im Jahr 1950 schloss Duisburg eine Städtepartnerschaft mit dem englischen Portsmouth. Nur fünf Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg fand eine Annäherung zwischen Menschen aus den beiden Ländern statt, die sich zuvor noch verfeindet gegenüber gestanden hatten. Dabei waren die Briten zunächst als Besatzer ins Land gekommen und hatten den mühsamen Wiederaufbau der kriegszerstörten Stadt in einer von der nationalsozialistischen Propaganda beeinflussten Bevölkerung begonnen. Konnte eine solch ungleiche Beziehung dauerhaft bestehen?

Aussöhnung zwischen den Kriegsgegnern stand auch 1963 im Vordergrund: Zwischen Duisburg und dem französischen Calais wurde ebenfalls eine Partnerschaft vereinbart. Die seit dem 19. Jahrhundert bestehende „Erbfeindschaft“ zwischen Deutschen und Franzosen sollte durch solche kommunalen Projekte endgültig überwunden werden.

Zuletzt gelang es den Duisburger Kommunalpolitikern, auch mit den früheren Kriegsgegnern im Osten Europas eine Partnerschaft zu schmieden. Mit der russischen Stadt Perm bestehen heute ebenfalls enge Beziehungen.

Partner-schaft!
Kontakte in alle Welt knüpfen die Vertreter der Duisburger Kommunalpolitik häufig auf Konferenzen und Tagungen. Bis diese Verbindungen in die feste Form einer echten Städtepartnerschaft überführt werden können, dauert es manchmal Monate, meistens Jahre.

Das politische Prozedere ist dann immer gleich: Zuerst reist eine Delegation von Vertreterinnen und Vertretern aus Duisburg in die neue Partnerstadt. Dort werden Gastgeschenke übergeben. Schließlich kommt es zur feierlichen Unterzeichnung einer Partnerschaftsvereinbarung. Der Vorgang wiederholt sich wenige Monate später, wobei diesmal die Partner eine Abordnung nach Duisburg schicken.

Heute unterhält Duisburg insgesamt neun Partnerschaften auf fast allen Kontinenten, daneben ist die Stadt mit vielen anderen Kommunen überall auf der Welt freundschaftlich verbunden. Längst spielen nicht nur Völkerverständigung und Aussöhnung eine Rolle bei der Partnerschaftsanbahnung – auch wirtschaftliche Motive nehmen einen großen Platz ein.

Freund-schaft?!
Schwieriger als die Partner an einen Tisch zu holen, ist wohl die Verankerung der Städtepartnerschaften in der Bevölkerung der beteiligten Städte. Hinweisschilder am Ortseingang reichen nicht aus, um die Menschen von Sinn und Bedeutung solcher Partnerschaften zu überzeugen.

In Duisburg bemühte man sich von Anfang an, die Schulen mit ins Boot zu holen. Über Sprachkurse und Schüleraustausche wurden Kontakte zwischen Jugendlichen geknüpft. So entstanden Freundschaften zwischen den Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, die teilweise ein Leben lang halten.

Die Idee des Austauschs wird auch von Vereinen und Initiativen weitergetragen. Die unterschiedlichsten Projekte bringen Menschen aus den Partnerstädten nach Duisburg, helfen der Zivilgesellschaft in weniger privilegierten Gemeinden oder schreiben sich den miteinander geteilten Spaß auf ihre Fahnen.

Die Städtepartnerschaften haben dazu beigetragen, dass aus den Feinden von einst echte Freunde werden konnten.

Anhand von historischen Dokumenten, Erfahrungsberichten und vor allem auch Gastgeschenken aus den jeweiligen Städten werden Duisburgs Partner in aller Welt vorgestellt.

Link zur Ausstellung:

www.stadtmuseum-duisburg.de

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